Das Highlight der Taxiindustrie: Europäische Taximesse - am 6. und 7. November 2020 in Köln

Taxihighlight des Jahres 2020: am 6. und 7. November ist die Europäische Taximesse „das Muss“ für Jeden, der mit diesem Gewerbe zu tun hat!

Die Europäische Taximesse wird von der Fachvereinigung Personenverkehr Nordrhein Taxi-Mietwagen e.V. gemeinsam mit dem Deutschen Taxi- und Mietwagenverband e.V. (BZP) in der Köln Messe veranstaltet.

Mit dem neuen Messe-Motto "Verlässlich ist modern" nahm die Veranstaltung 2018 erstmals den Claim der vom Deutschen Taxi- und Mietwagenverband initiierten Öffentlichkeitskampagne auf, in der das traditionelle Beförderungsgewerbe seine Stärken auch im Verhältnis zu den "neuen Wettbewerbern" herausstreicht. Auch wenn die Kampagne primär auf die deutsche Öffentlichkeit abzielt, konnten sich die vielen ausländischen Besucher und Kollegen mit ähnlichen Herausforderungen auch mit der Kampagne identifizieren.      

Wir freuen uns bereits heute auf die weltweit führende Fachmesse, die die fast unbegrenzte Vielfalt der Dienstleistungen der Branche und der mit ihr verbundenen Industrie in Deutschland, Europa und Übersee aufzeigt. Köln ist am 6. und 7. November 2020 mit der (mittlerweile 15ten!) Europäischen Taximesse wieder der Nabel der Taxiwelt! 

Zur Verdeutlichung der Bandbreite der Europäischen Taximesse hier ein Rückblick auf 2018: 


Auf der Europäischen Taximesse mit ihrem neuen Motto „verlässlich ist modern“ hieß es wieder „Full House“, am 2. und 3. November wurde die bis auf den letzten Stand belegte Messehalle 4.1 von gut 14.000 Besuchern in Augenschein genommen, von denen über ein Viertel aus dem Ausland stammte.

Die angebotene Bandbreite an Produkten und Dienstleistungen von 110 Ausstellern aus 16 Nationen war wieder sehr beeindruckend. Angesichts der aktuellen „Diesel-Krise“ und Innenstadtfahrverboten galt das besondere Interesse alternativen und besonders umweltfreundlichen Antriebstechniken - und hier wurde eine ganze Menge geboten: Marktführer Mercedes-Benz zeigte neben der brandneuen B-Klasse den E 300 de im Taxi-Trimm, eine Plug-in-Hybrid-Diesellimousine, die bei Ausschöpfen aller Fördermöglichkeiten preislich recht nah beim klassischen Dieselmodell E 200 d liegt und im Norm-Verbrauchszyklus nur 41 g CO2 emittiert, was gerade einmal 1,6 l Diesel auf 100 km entspricht.


Video-Rückblick auf die Europäische Taximesse 2018 (Youtube)

Dicht umlagert auch die Stände von Volkswagen, wo die Nummer Zwei im deutschen Taxigewerbe neben klassischen Dieselmodellen wie dem Tiguan Allspace und dem Crafter Kombi als Taxi auch den Ausblick auf vollelektrische Fahrzeuge zeigte. Die in Kooperation von Volkswagen Nutzfahrzeuge mit der renommierten Tuningschmiede ABT entwickelten ABT e-Caddy Maxi und ABT e-Caravelle bieten Platz in Hülle und Fülle bei Reichweiten zwischen 220 und 400 km, beide Angebote sollen bereits ab Sommer 2019 beim Händler stehen. Auch Nissan, Mitsubishi und Opel zeigten elektrifizierte Fahrzeuge, Pionier Toyota mit den neuen Camry, Corolla, RAV 4 und dem Lexus ES gleich vier Hybrid-Premieren. Diverse Volvo-Modelle wie auch das neue London-E-Taxi konnten nicht nur in der Halle bewundert, sondern auf dem Messegelände gleich zur Probe gefahren werden. Da durfte der Elektropionier Tesla mit dem Modell S genauso wenig fehlen wie dessen brandneuer Herausforderer Jaguar I-Pace.

Systeme, Apps und Digitales

Nicht nur die Autos, auch Software- und Vermittlungsanbieter unterstrichen die Innovationskraft und den hohen Stand der Digitalisierung im Taxigewerbe. Neueste App-Technologie, zunehmende internationale Vernetzung und hochmoderne Lösungen für Fiskaltaxameter-Systeme waren von besonderem Interesse des Publikums wie auch neue Abrechnungslösungen und spezielle Versicherungsangebote für die Branche. Auch die wieder sehr zahlreich vertretenen behindertengerechten Umbauten diverser Anbieter zeigen deutlich, dass das Gewerbe mit der Besetzung von Marktnischen immer stärker zum Versorgungsgaranten für diejenigen Menschen wird, die in besonders hohem Maße auf Mobilität angewiesen sind.

Der BZP-Messestand im neuen „verlässlich-ist-modern“-Look war wiederum ein zentraler Mittelpunkt der Messe. Delegierte, Ausschussmitglieder und das Messe-Team des Bundesverbandes kamen keinen Augenblick zur Ruhe und standen einer Vielzahl von Interessenten aus dem In- und Ausland mit Auskunft, Rat und Tat zur Verfügung.

Bei der Podiumsdiskussion am Messe-Freitag beleuchtete BZP-Präsident Michael Müller aktuelle gewerbepolitische Themen, der internationale Anspruch der ETM wurde durch das mittlerweile 8. internationale Taxiforum der IRU unterstrichen.

BZP-Abschlusskundgebung: Mit dem PBefG ist alles möglich!

Auch bei der traditionellen BZP-Abschlusskundgebung am Samstagnachmittag war es rappelvoll in der Kölner Messehalle, Michael Müller begrüßte mit Dr. Norbert Salomon den Leiter der Grundsatzabteilung im Bundesverkehrsministerium zu einer Debatte um die Zukunft des Personenbeförderungsgesetzes. Nach dem anfänglichen Positionsaustausch betonte der BZP-Präsident, dass der Bundesverband keinen zwingenden Handlungsbedarf zur Änderung des PBefG sehe. „Denn es ist ja alles möglich, es ist nichts blockiert. Es ist ein komplexes Gesetz, das heißt, man sollte Schnellschüsse vermeiden.“ Experimente seien machbar, aber dazu müsse das Gesetz nicht geändert werden. Die Tests müssten dann nach dieser Testphase aber ordentlich ausgewertet werden. Und da könne es nur einen Blickwinkel geben: Es müsse sinnvoll für den ÖPNV sein. Und nicht für den Investor. Müller sagte wörtlich: „Erst prüfen und dann nach vier Jahren entscheiden, was ist änderungswert und änderungswürdig. Haben Sie das bei der eventuell doch anstehenden Änderung stets im Blick. Wir stehen mit unserer Erfahrung bereit, Sie entsprechend zu unterstützen und Ihnen auch zuzuarbeiten, was sinnvoll ist. Und wir betrachten das nicht als Abgrenzung im Sinne des Wettbewerbs, sondern im Interesse des ÖPNV.“ Müllers Fazit: Bezahlbare Mobilität ist Teil der Daseinsvorsorge und keine Spielwiese für IT-Fans. Dr. Norbert Salomon hörte aufmerksam zu und erwiderte: „Das Personenbeförderungsgesetz, so wie es jetzt ist, ist ein hohes Gut. Die letzte Novellierung hat fünf Jahre gedauert. Daran sieht man schon, es ist alles andere als leicht, hier Änderungen durchzuführen. Deshalb: Wir lassen uns Zeit, wir wägen ganz genau ab. Und wenn, dann werden wir es nur gemeinsam mit den wichtigsten Marktteilnehmern machen - dazu gehört in allererster Linie das Taxi- und Mietwagengewerbe. Und momentan haben wir deshalb auch keinen aktuellen Entwurf (zur Änderung des PBefG) auf dem Tisch liegen, der schon in irgendeine Art Richtung zeigt.“

Durchaus gute Nachrichten also für die rund 5.000 interessierten Zuschauer. Besonders glücklich verließ ein Taxiunternehmer aus dem Rheinland den Saal, nämlich mit dem Zündschlüssel für seinen nagelneues Mercedes-Benz E 200 d-Taxi, dem traditionell von der Stern-Marke gestifteten Hauptgewinn der Messe. Viele gute Traditionen also auf der weltgrößten Schau des mobilsten Gewerbes der Welt - aber gleichzeitig auch ein gerütteltes Maß an Selbstbewusstsein, Innovationskraft und Fortschritt!

(Stand 06.03.2019)