Position des Bundesverbands Taxi und Mietwagen zur Qualifikation von Fahrern

Der Bundesverband fordert die Einführung einer an Service und Sicherheit orientierten praxisnahen Berufsfachkunde für alle Fahrerinnen und Fahrer in der gewerblichen Personenbeförderung. Diese soll für Taxifahrer und Mietwagenfahrer gleichermaßen gelten.

Begründung:

Der Status Quo ist unbefriedigend und unfair:

1. Untersuchung zur Fahrtauglichkeit: hat Bestand und gilt für Taxi und Mietwagenfahrer/innen gleichermaßen

2. Berufsfachkunde: besteht für beide Gruppen nicht

3. Ortskunde: wurde für Mietwagen ersatzlos abgeschafft und besteht einseitig nur für Taxifahrer.

Im Rahmen eines fairen Wettbewerbs (level playing field) müssen diese Verpflichtungen aber für beide Gruppen in gleicher Weise bestehen und dürfen nicht einseitig nur Taxi betreffen und damit benachteiligen.

Wir fordern im Rahmen der Reform des PBefG die Einführung einheitlicher Qualifikationsvoraussetzungen für Taxi- und Mietwagenfahrer. Dazu gehört auch der Nachweis von ausreichenden Ortskenntnissen. Sollte die Politik diese Forderung nicht erfüllen, wäre die einzige richtige Konsequenz die Abschaffung oder Aussetzung der Ortskundeprüfung für Taxifahrer, um weitere Wettbewerbsnachteile für das Taxigewerbe zu vermeiden. In diesem Fall wäre eine Navipflicht für alle Formen der Personenbeförderung mit Pkw einzuführen.

(Meldung vom 26.04.2019)