Die ungebrochen hohe Zahl der ermordeten sowie bei Überfällen verletzten Taxifahrer und Taxifahrerinnen zeigt vor allem, dass weiterhin intensive Anstrengungen zur Verbesserung der Sicherheitslage im Taxi unternommen werden müssen. Blinkende Dachzeichen, diverse Verbesserungen in den Taxiausstattungen der Fahrzeughersteller, aber auch Videoüberwachungen solche Entwicklungen, zu denen die Unternehmen inzwischen greifen können.
Absolute Sicherheit im Taxi wird aber wohl Illusion bleiben. Viele gutgemeinte und ambitionierte Vorschläge wie z.B. die schusssichere Trennscheibe im Fahrzeuginnenraum fanden weder bei Taxifahrern noch der Kundschaft Akzeptanz. Der Schlüssel zur größtmöglichen Sicherheit im Taxi liegt nach allen Erfahrungen in Prävention und den Vorzügen moderner Sicherheitstechnik, die vor wenigen Jahren noch kaum denkbar erschienen.
Neuen Auftrieb dürften die nach Ansicht des BZP optimalen, flächendeckend funktionierenden Ortungssysteme auch durch den aktuellen Trend zu vollautomatischen Vermittlungszentralen auf GPS-Ortungs-Basis kombiniert mit GPRS-Funkübertragung bekommen. Durch den nicht nur bundesweit, sondern auch länderübergreifend funktionierenden GPRS-Datenfunk-Standard in den Mobilfunknetzen steht ein flächendeckendes Medium für zeitgemäße Alarmsysteme zur Verfügung, die bei entsprechender Zentralenausrüstung mit relativ geringem Aufwand und vertretbaren Kosten installiert werden können.
Der BZP wird auch künftig mit seinen Ausschüssen jeder neuen Idee zur Verbesserung der Sicherheitslage aufgeschlossen gegenüberstehen und tatkräftig an der Verbesserung der Sicherheitslage arbeiten. Es gibt also gute Ansätze, andererseits ist niemand so vermessen zu glauben, dass es einen absoluten Schutz geben kann und wird. Überfälle werden leider auch in der Zukunft nicht zu verhindern sein, deren Zahl zu verringern hat aber eine realistische Chance.
Im Jahre 1991 führten Vorstand und Aufsichtsrat der Taxi Auto Zentrale Stuttgart e.G. die TAXIstiftung Deutschland ein, deren Aufgabe es ist, unschuldig in Not geratenen Opfern von Gewaltverbrechen aus dem Taxi- und Mietwagengewerbe zu helfen und deren finanzielle Not zu lindern. Großen Auftrieb erhielt die Stiftungstätigkeit durch den Beitritt des Bundesverbandes im Jahre 1993. Im Zusammenwirken mit den Stuttgarter Kollegen wurde auch die Sitzverlegung der TAXIstiftung Deutschland von Stuttgart nach Frankfurt am Main zur Geschäftstelle des BZP beschlossen. Der Vorstand der Stiftung setzt sich zusammen aus den jeweils 3 gewählten Präsidiumsmitgliedern und dem Geschäftsführer des BZP sowie den 3 Mitgliedern des Vorstandes der Taxi Auto Zentrale Stuttgart e.G.
Im Jahr 2008 gelang es, auf den Konten der Taxistiftung 33.901,56 € aus Spenden und betrieblichen Geldbußen gutzuschreiben, weitere 28.638,95 € wurden zweckgebunden gespendet. Für satzungsgemäße Zwecke, also die Betreuung von Taxifahrerinnen und -fahrern sowie deren Familienangehörige durch Gewährung von Geldleistungen wurden 2008 in 8 Fällen insgesamt 62.013,95 € als Unterstützungsgelder ausgegeben. Insgesamt leistete die Taxistiftung in den siebzehn Jahren ihres Bestehens bis Ende 2008 528.663,95 € an Hilfszuwendungen.
Besonders die Europäische Taximesse in Köln im November 2008 war wieder fruchtbares Umfeld für erfolgreiche Aktionen. So wurden am Volkswagen-Stand mit dem Verkauf von Modellautos 2.146 € eingenommen. Beim BZP-Stand wurden 547,90 € in die Sammelbox gegeben und weitere 3.800 € mit dem Verkauf von Modellautos erzielt, die die Taxigenossenschaft Nürnberg gespendet hat. Die Daimler AG spendete der Stiftung 2.500 €, die Leipziger Mercedes-Benz-Niederlassung 600 €. Die Firma TAXI komplett aus Dresden überwies 300 €, von der Grazer Firma fms Datenfunk GmbH gingen wie bereits im Vorjahr 1.000 € auf das Konto der Stiftung ein. Die Tölzer Firma Auto Much feierte ihr 100-jähriges Jubiläum, aus diesem Anlass wurden 1.700 € für den guten Zweck gesammelt.
Auch Taxizentralen und Taxiunternehmer zeigen ungebrochene Solidarität. So überwies der Münchener Isarfunk insgesamt 4.301,83 € aus Sanktionsgeldern. Die Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart e.G. spendete 8.000 € an die Stiftung. Die Taxigenossenschaft Nürnberg überwies 1.500 €, die Kollegen der Taxi München e.G. sammelten 519 €, die Firma Taxi Götz aus Neckarsulm spendete 350 €. Auch die Dauerspenden von Kollegen sollen hier erwähnt werden, so überwies der Stuttgarter Taxiunternehmer Bernd Geisbüsch insgesamt 300€, der Kollege Friedrich Riehm aus Lauchringen 225 €. Der Taxiverein Mannheim sammelte 253,31 €, der Düsseldorfer Taxiunternehmer Rudolf Kämpf überwies 250 €. Höchst beachtlich auch die Privatspende von Frau Beate Schlenz, die der Taxistiftung 2.000 € überwies.